Die Funktion der Verdauung

Wie funktioniert unsere Verdauung?


Die Verdauung der Nahrung beginnt bereits im
Mund durch die Zerkleinerung mittels unserer 32 Zähne und die Zerlegung der Stärke durch das im Speichel enthaltene Enzym Ptyalin.
Die Wichtigkeit dieser ersten Station des Verdauungsvorganges wird häufig unterschätzt. Wer richtig isst, setzt sich nur entspannt zum Essen und kaut jeden Bissen m i n d e s t e n s 30 Mal. Das dient nicht nur der guten Zerkleinerung der Nahrung, sondern führt auch zu reichlich Speichelfluss. Damit wird eine optimale Verdauung ermöglicht.

Die Speiseröhre stellt die Verbindung zum
Magen her, dessen wichtigste Funktionen das Durchmischen des Nahrungsbreis mit Verdauungssäften ist. Die Verdauungssäfte des Magens bestehen aus Salzsäure und dem Eiweißspaltenden Enzym Pepsin. Eine Schleimschicht an der Mageninnenwand schützt den Magen selbst vor diesen aggressiven Substanzen.

Anschließend gelangt der Mageninhalt portionsweise in den
Zwölffingerdarm. Das ist der erste Teil des Dünndarms, in dem die Sekrete von Bauchspeicheldrüse und Leber auf die Nahrung einwirken. Sie neutralisieren den sauren Speisebrei und zerlegen Eiweiss (durch Trypsin und Chymotrypsin), Kohlenhydrate (durch Amylase) und Fette (mittels Gallenflüssigkeit und Lipase). Die Lebersekrete stehen übrigens nicht jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung. Das ist der Grund, warum man spät am Abend nicht mehr üppig essen soll. Die Leber erzeugt ja nicht nur Verdauungssäfte, sondern hat viele wichtige Aufgaben - etwa Entgiftung oder Glykogenspeicherung. Teilweise braucht sie die Nacht für diese anderen Aufgaben und kann dann nicht gleichzeitig ausreichend Verdauungssäfte bereitstellen.

Im nachfolgenden
Dünndarm werden die zerlegten Nährstoffe durch die Darmwände von Blut und Lymphe aufgenommen.

Im
Dickdarm schließlich entzieht der Körper dem verbliebenen Nahrungsbrei noch Wasser und darin gelöste Mineralsalze.