Pharma- und Drogistenmuseum Wien

Dokumentation eines Gesundheitsberufes


Die Geschichte der Drogerie ist schon über 100 bewegte Jahre lang.
Der Werdegang des Berufes ist im Pharma- und Drogistenmuseum Wien mit ca. 10.000 Exponaten und Kuriositäten dokumentiert.

Die Drogisten früherer Jahre hatten für ihre Kunden pflanzliche und chemische Rohstoffe auf Lager, die der Gesundheits- und Schönheitspflege, aber auch technischen Anwendungen wie Fotografie, Haushalt oder Pflanzenschutz dienten. Sie übernahmen zum Teil auch die Herstellung von Fertigprodukten und erzeugten Heilkräutermischungen, Kräutertinkturen, kosmetische und technische Zubereitungen. Von Gelehrten und aus alten Kräuterbüchern übernahmen Sie das Wissen, wogegen ein Kraut gewachsen sei.

Aus dem großen Sortiment, das früher in Drogerien erhältlich war, haben sich zahlreiche spezialisierte Geschäfte entwickelt. Reformhäuser, Fotohandel, Parfumerien, Farbenhandel oder Medizinproduktehandel haben ihre Wurzeln in der Drogerie.

Das Drogistenmuseum wurde bereits im Jahr 1889 vom Verein Angestellter Drogisten Österreichs gegründet, mit dem Zweck, die Geschichte und das Berufsbild der Drogisten zu dokumentieren. Im Jahr 2002 übersiedelte das Museum in das Stiftungshaus für Drogisten in Wien 9, Währinger Straße 14.

Interessenten finden hier ca. 10.000 Exponate die im Laufe der Jahrzehnte von Mitgliedern des Vereines Angestellter Drogisten und des Österreichischen Drogistenverbandes gesammelt wurden. Darunter befinden sich wertvolle Kräuterbücher, Geräte, Herbarien, eine umfangreiche Kräutersammlung sowie Schaustücke und Bücher aus den Bereichen Fotografie und Chemie. Highlights sind eine homöopathische Reiseapotheke und Expeditionsgeschenke des Afrikafrschers Dr. Emil Holub.

Einen besonderen Stellenwert nehmen die Herbarien ein, die zum Teil aus dem 19. Jahrhundert stammen.
Einst von Dr. Franz Berger angelegt und katalogisiert, wurden die Herbarblätter von den engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern des Drogistenmuseums komplett überarbeitet. Diese Originale wurden auch digitalisiert und stehen der Wissenschaft nun weltweit im Internet zur Verfügung.    Mehr Info zu den Herbarien

Das wichtigste Symbol der Drogisten ist der Mörser. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass der ehemalige Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Drogisten dem Drogistenmuseum seine umfangreiche Mörsersammlung überlassen hat.
Einem weiteren edlen Spender verdankt das Museum zahlreiche Fotoapparate, die den Werdegang der Fotografie dokumentieren.


Im Österreichischen Pharma- und Drogistenmuseum finden auch interessante Vorträge statt.
Fachleute referieren über einschlägige Themen wie Tibetische Medizin, richtige Ernährung, TCM, um nur einige zu nennen.
Seit 2009 steht ein neuer Vortragsraum zur Verfügung.

Pharma- und Drogistenmuseum
im Stiftungshaus für Drogisten
1090 Wien, Währinger Straße 14
drogistenmuseum@chello.at


Nähere Information:
ÖSTERREICHISCHER DROGISTENVERBAND

Tel. 01 / 512 62 29
drogistenverband@aon.at


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